Motto

Motto 2018

Das Motto unseres CSD 2018 ist:
„Trans* Pride – Du bestimmst nicht mein Geschlecht!“

In Kürze findet ihr hier unsere Forderungen, die wir mit diesem Motto verbinden.

Das Motto des CSD 2017 findest du hier…

Motto 2017

The Future is queer!

Wie wir leben wollen

Wir sind anders – wir sind queer! Wir sind lesbische Frauen. Wir sind schwule Männer. Wir sind bisexuell und lieben Männer und Frauen. Wir lieben Menschen jenseits von Mann und Frau. Wir sind trans* und leben in dem Geschlecht, das zu uns passt. Wir kommen aus verschiedenen Teilen der Welt, sehen unterschiedlich aus und haben viele Sprachen und Kulturen. Wir sind verschieden und wollen verschieden bleiben. Wir sind gleich und wollen deshalb gleichberechtigt sein.

Wir haben das Recht auf ein glückliches Leben und gesellschaftliche Gleichberechtigung. Wir haben das Recht auf ein Leben ohne Verfolgung und Bedrohung. Auf ein Leben ohne Gewalt, Angst und Ausgrenzung. Wir wollen unser Leben selbstbestimmt und frei leben.

Unsere Beziehungen bestimmen wir selbst. Unser Sexualleben bestimmen wir selbst. Unsere Familienmodelle entwerfen und gestalten wir selbst. Unser Geschlecht kennen wir besser als alle Anderen. Unsere Lebensentwürfe müssen für uns stimmen – nicht für Andere.

Wer und was unser Glück bedroht

Mit unserer Vielfalt kommen manche Menschen nicht klar. Sie wünschen sich vereinfachte und unrealistische Verhältnisse. Sie wünschen sich zwanghaft eine Welt, die es nicht gibt und die es nie gab. Sie träumen von einer heterosexuellen Welt. Sie träumen von traditionellen Familien. Sie träumen von räumlich getrennten und „reinrassigen Völkern“. Sie stellen sich gegen geschlechtliche Vielfalt. Sie lehnen sexuelle Selbstbestimmung und eine Sexualität ab, die glücklich macht und nicht (nur) der Fortpflanzung dient. Sie halten fest an der Vorstellung, dass Männer die Welt regieren und Frauen die Küchen und Kinderzimmer. Sie erklären das mit ihren Traditionen oder Religionen, mit ihren rassistischen und völkischen Parolen und überschütten uns mit ihren Zwängen und ihrer Ignoranz. Die Öffnung der Ehe war ein wichtiger Schritt, der jetzt endlich auch in Deutschland getan wurde. Damit ist aber noch lange keine vollständige gesellschaftliche Gleichberechtigung erreicht.

Warum wir kämpfen

Wir mussten für unsere Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen und müssen es immer noch. Alle Rechte und jede Anerkennung, die Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* heute haben, wurden mühsam erstritten. Und auch wenn heute ein freieres Leben für queere Menschen möglich ist, fehlt uns noch viel zu echter Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Wir beobachten auch, dass man uns wieder einschränken und unsere Rechte reduzieren will.

Wir sind queer und deshalb wehren wir uns. Wir kämpfen weiter für unsere Anerkennung. Wir verteidigen unsere Rechte und unsere Selbstbestimmung. Wir streiten für eine Gesellschaft, in der sich Minderheiten wohl und sicher fühlen können.

Wir halten zusammen, weil wir wissen, dass wir nur gemeinsam stark sind. Wir kennen unsere Unterschiede, aber wir kennen auch unsere Gemeinsamkeiten. Und wir werden gewinnen gegen diejenigen, die die Zeit zurückdrehen wollen. Wir kämpfen für eine Zukunft, in der Vielfalt eine Chance ist. Wir kämpfen für eine Zukunft, in der Liebe, Sexualität und Geschlecht frei sind.

Für eine queere Zukunft! Fight for it.

 


Das Motto des CSD 2016 und Infos dazu findest du hier…

Motto 2016

Das Motto des CSD Darmstadt 2016 lautet: „Liebe, Sex und Widerstand!“ Was es damit auf sich hat? Lest selbst!

Liebe.

Liebe hat viele Formen! Es gibt keine „besseren“ oder „richtigeren“ Beziehungs- und Familienmodelle. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene leben in Ein-Eltern-Familien, Patchworkfamilien oder Regenbogenfamilien.
Wer das nicht akzeptiert, ist realitätsfern und ignorant. Die Anerkennung und Förderung verschiedener Familienmodelle ist längst überfällig. Die Vielfalt von Lebensentwürfen muss in die Bildungspläne aller Kindergärten und Schulen.
Zur Anerkennung gehört auch die rechtliche Gleichstellung: Lesben und Schwule müssen endlich heiraten und Kinder adoptieren dürfen. Alles andere bedeutet eine Abwertung und Diskriminierung von Menschen, ihren Familien und Beziehungen.

Sex.

Sex ist viel mehr als Fortpflanzung! Sex gehört für viele Menschen zu einem glücklichen Leben und existiert unabhängig von Liebe.
Die sexuelle Selbstbestimmung ist zu schützen und zu achten. Jeder Mensch weiß selbst am besten, wen er begehrt und kann entscheiden, wie die eigene Sexualität gelebt wird, solange dabei die Selbstbestimmung anderer nicht eingeschränkt wird. Niemand braucht Moralwächter_innen, die Sexualität nur innerhalb der Ehe akzeptieren. Wir brauchen aufgeklärte und selbstbewusste Jugendliche und Erwachsene, die ihr Leben und Intimleben nach eigenen Bedürfnissen gestalten und dabei die Bedürfnisse und Grenzen anderer achten.
Zur sexuellen Identität eines Menschen gehört auch der eigene Körper. Niemand weiß besser, welches Geschlecht eine Person hat, als sie selbst. Die sexuelle Selbstbestimmung gilt auch für das Geschlecht. Wir brauchen kein verordnetes Geschlecht, sondern Wege, die die Selbstdefinition insbesondere von Trans* und Inter* sicherstellen.

Widerstand.

Man kann versuchen den Menschen mit veralteten und starren Vorstellungen Vorschriften zu machen, wie sie ihr Liebes-, Beziehungs-, Familien- und Sexualleben zu gestalten haben.
Wir setzen uns jedoch für eine vielfältige und moderne Welt ein, die den Menschen ein freies und glückliches Leben nach ihren Bedürfnissen ermöglicht.
Deshalb leisten wir Widerstand gegen diejenigen, die Hass gegen Minderheiten fordern und fördern. Wir stellen uns gegen religiöse und völkische Vorstellungen, die uns vorschreiben wollen, was eine echte Familie ist. Und wir lehnen es ab, wenn Heterosexualität als wünschenswerter oder gesünder erklärt wird als Homo- oder Bisexualität.
Wir fordern Respekt und Anerkennung für Inter* und Trans* statt falschem Mitleid und Heilungsversuchen. Wir stellen uns denjenigen in den Weg, die die Zeit zurückdrehen wollen oder von einer Welt träumen, in der es ausschließlich heterosexuelle Männer und Frauen gibt, die in ihren traditionellen Familienmodellen brav ihre Rollenbilder ausfüllen.

Unsere Gesellschaft hat Platz für viele verschiedene Möglichkeiten, das Leben zu leben.

Mehr Liebe! Mehr Sex! Mehr Widerstand!