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Auf der Bühne: Rosa Opossum

Um 20 Uhr auf der Bühne am Riegerplatz!

Rosa Opossum ist Entertainerin, politische Aktivistin und eigentlich überhaupt Expertin für alles. Sie ist Drag Queen und Tunte, Künstlerin und Aktivistin, Sozialarbeiterin und Moderatorin, Beraterin und Model, Heilige und Hure (nein ganz ehrlich: sie ist keine Heilige), Sexaufklärerin und Celebrity, Lobbyistin und Journalistin. Und sie hat immer Kondome dabei. Auf der Bühne ist Rosa in ihrem Element.

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Auf der Bühne: DJ Leo Yamane

Auf der Bühne am Riegerplatz ab 14 Uhr!

Wir stellen euch in den nächsten Tagen nach und nach die Künstler_innen unseres Bühnenprogramms vor.

Leo Yamane spielt einen unverwechselbaren Sound – ein Mix von Hiphop bis House, der unter die Haut geht. Die Mischung aus angesagten Club-Sounds mit Klassikern trifft dabei immer ins Herz!

Wer bereits das Olympiastadion füllen konnte, muss sich nicht verstecken- auch international werden seine Sets angefragt- Amsterdam, Warschau oder Tokio gehören u.a. zu seinen beeindruckenden Referenzen.

Referenzen: Schlosskeller (DA), Centralstation (DA), Ponyhof (DA), Chinaski (FFM), 50Grad (MZ), Le Panther (FFM), Galerie Kurzweil (DA), You FM Clubnight, Velvet (FFM), Zenzakan (FFM) —> https://leoyamane.wordpress.com/partygraphy

SoundCloud:

CSD Trailer 2018

Film frei für den Trailer des diesjährigen CSDs in Darmstadt: nach unserem CSD-Motto „TRANS* PRIDE – Du bestimmst nicht mein Geschlecht!“ haben wir 8 trans* Menschen gefragt, welche Erfahrungen sie in ihrem Leben bis jetzt sammelten.

Dabei wurde vor allem eine Sache klar: für die Verteidigung und Gleichstellung ihrer Rechte muss weiterhin gekämpft werden. Sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Werdet ein Teil davon und geht mit uns gemeinsam auf die Straße für die geschlechtliche Vielfalt und Selbstbestimmung auf dem CSD in Darmstadt am 18.08.2018.

Wir sagen an dieser Stelle ebenfalls vielen Dank an alle beteiligten Personen.

Motto 2018

Trans* Pride – Du bestimmst nicht mein Geschlecht!

Geschlecht – was ist das eigentlich? Die Antwort erscheint einfach: Ein Baby wird geboren, es wird ein oberflächlicher Blick zwischen die Beine geworfen, und schon glauben alle zu wissen, wie die Entwicklung des Kindes verlaufen wird. So haben wir es gelernt. Eigentlich ganz klar – aber so einfach ist es nicht.

Für viele Menschen mag diese Zuweisung des Geschlechts im weiteren Verlauf ihres Lebens keine größeren Probleme mit sich bringen – und dennoch ist sie problematisch. Wer sich näher damit beschäftigt, erkennt, dass Geschlecht auf wesentlich komplexeren Zusammenhängen aufbaut, als auf einer schlichten Zuordnung aufgrund der Genitalien. Die erzwungene Einteilung in ausschließlich zwei Geschlechter wird zudem der tatsächlich vorhandenen Vielfalt nicht gerecht – das hat auch das Bundesverfassungsgericht im November 2017 bestätigt. Selbst Menschen, für die das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht grundsätzlich passt, können unter den damit verknüpften Erwartungshaltungen leiden.

Immerhin ist die Erkenntnis, dass Geschlecht sich nicht an Vorlieben und Verhaltensweisen festmachen lässt, mittlerweile in weiten Teilen der Gesellschaft Konsens. Dass aber auch körperliche Merkmale nicht dazu geeignet sind, das Geschlecht einer Person mit Sicherheit festzustellen, ist noch lange nicht im Bewusstsein der Mehrheit angekommen.
Menschen, die trotz scheinbar eindeutiger körperlicher Merkmale irgendwann zu der Erkenntnis gelangen, dass ihnen bei der Geburt ein falsches Geschlecht zugewiesen wurde, werden deshalb immer wieder stigmatisiert und für krank erklärt.
Das erleben auch Menschen, bei denen Hormone, Chromosomen und anatomische Merkmale nicht eindeutig auf Mann oder Frau hinweisen.

Das muss aufhören! Niemand darf über das Geschlecht eines anderen Menschen bestimmen! Einzig und allein die Selbstaussage ist entscheidend für das eigene Geschlecht! Niemand darf gezwungen werden, sich einem Geschlecht zuzuordnen, das nicht als das richtige empfunden wird! Geschlechtliche Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!

Für dieses Menschenrecht wollen wir auf dem CSD Darmstadt gemeinsam kämpfen. Wir erinnern dabei an 1969, als in der Christopher Street in New York City erstmals trans* Menschen, Lesben und Schwule gemeinsam auf die Straße gingen, um sich gegen Polizeigewalt und Diskriminierung zu wehren und um ihre Rechte einzufordern.

Wir haben erlebt und wissen, dass die queere Community gemeinsam einiges erreichen kann. Wir wissen aber auch, dass weiterhin viele Hindernisse der geschlechtlichen Selbstbestimmung im Weg stehen. Dagegen kämpfen wir – gemeinsam und solidarisch!

Deshalb fordern wir die vollständige Anerkennung von geschlechtlicher Vielfalt und Selbstbestimmung in allen gesellschaftlichen Bereichen durch:

  • Weitreichende Aufklärungskampagnen zur Geschlechtervielfalt, beispielsweise im Bildungssystem und der beruflichen Aus-und Weiterbildung.
  • Die durchgängige Verankerung der geschlechtlichen Selbstbestimmung in Normen und Institutionen des Rechtssystems, des Bildungssystems, des Gesundheits- und Erziehungswesens und in der Wirtschaft.
  • Ein Gesetz, das allen Menschen unabhängig von Alter und körperlichen Merkmalen eine Änderung von Namen und Personenstand ohne aufwändige, teure und oft entwürdigende Begutachtungen ermöglicht.
  • Die Abschaffung von Zwangstherapien als Voraussetzung für medizinische Maßnahmen zur Angleichung des Körpers an das empfundene Geschlecht.
  • Das Verbot von geschlechtszuweisenden Zwangsoperationen an intergeschlechtlich geborenen Kindern.

Das Motto des CSD 2017 findest du hier…