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Motto 2018

Trans* Pride – Du bestimmst nicht mein Geschlecht!

Geschlecht – was ist das eigentlich? Die Antwort erscheint einfach: Ein Baby wird geboren, es wird ein oberflächlicher Blick zwischen die Beine geworfen, und schon glauben alle zu wissen, wie die Entwicklung des Kindes verlaufen wird. So haben wir es gelernt. Eigentlich ganz klar – aber so einfach ist es nicht.

Für viele Menschen mag diese Zuweisung des Geschlechts im weiteren Verlauf ihres Lebens keine größeren Probleme mit sich bringen – und dennoch ist sie problematisch. Wer sich näher damit beschäftigt, erkennt, dass Geschlecht auf wesentlich komplexeren Zusammenhängen aufbaut, als auf einer schlichten Zuordnung aufgrund der Genitalien. Die erzwungene Einteilung in ausschließlich zwei Geschlechter wird zudem der tatsächlich vorhandenen Vielfalt nicht gerecht – das hat auch das Bundesverfassungsgericht im November 2017 bestätigt. Selbst Menschen, für die das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht grundsätzlich passt, können unter den damit verknüpften Erwartungshaltungen leiden.

Immerhin ist die Erkenntnis, dass Geschlecht sich nicht an Vorlieben und Verhaltensweisen festmachen lässt, mittlerweile in weiten Teilen der Gesellschaft Konsens. Dass aber auch körperliche Merkmale nicht dazu geeignet sind, das Geschlecht einer Person mit Sicherheit festzustellen, ist noch lange nicht im Bewusstsein der Mehrheit angekommen.
Menschen, die trotz scheinbar eindeutiger körperlicher Merkmale irgendwann zu der Erkenntnis gelangen, dass ihnen bei der Geburt ein falsches Geschlecht zugewiesen wurde, werden deshalb immer wieder stigmatisiert und für krank erklärt.
Das erleben auch Menschen, bei denen Hormone, Chromosomen und anatomische Merkmale nicht eindeutig auf Mann oder Frau hinweisen.

Das muss aufhören! Niemand darf über das Geschlecht eines anderen Menschen bestimmen! Einzig und allein die Selbstaussage ist entscheidend für das eigene Geschlecht! Niemand darf gezwungen werden, sich einem Geschlecht zuzuordnen, das nicht als das richtige empfunden wird! Geschlechtliche Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!

Für dieses Menschenrecht wollen wir auf dem CSD Darmstadt gemeinsam kämpfen. Wir erinnern dabei an 1969, als in der Christopher Street in New York City erstmals trans* Menschen, Lesben und Schwule gemeinsam auf die Straße gingen, um sich gegen Polizeigewalt und Diskriminierung zu wehren und um ihre Rechte einzufordern.

Wir haben erlebt und wissen, dass die queere Community gemeinsam einiges erreichen kann. Wir wissen aber auch, dass weiterhin viele Hindernisse der geschlechtlichen Selbstbestimmung im Weg stehen. Dagegen kämpfen wir – gemeinsam und solidarisch!

Deshalb fordern wir die vollständige Anerkennung von geschlechtlicher Vielfalt und Selbstbestimmung in allen gesellschaftlichen Bereichen durch:

  • Weitreichende Aufklärungskampagnen zur Geschlechtervielfalt, beispielsweise im Bildungssystem und der beruflichen Aus-und Weiterbildung.
  • Die durchgängige Verankerung der geschlechtlichen Selbstbestimmung in Normen und Institutionen des Rechtssystems, des Bildungssystems, des Gesundheits- und Erziehungswesens und in der Wirtschaft.
  • Ein Gesetz, das allen Menschen unabhängig von Alter und körperlichen Merkmalen eine Änderung von Namen und Personenstand ohne aufwändige, teure und oft entwürdigende Begutachtungen ermöglicht.
  • Die Abschaffung von Zwangstherapien als Voraussetzung für medizinische Maßnahmen zur Angleichung des Körpers an das empfundene Geschlecht.
  • Das Verbot von geschlechtszuweisenden Zwangsoperationen an intergeschlechtlich geborenen Kindern.

Das Motto des CSD 2017 findest du hier…

Mach mit beim CSD Darmstadt 2018!

CSD-Team Schnuppersitzungen am 15.11.2017 und 13.12.2017 um jeweils 19 Uhr im Queeren Zentrum Darmstadt.

Du hast schon öfters Mal überlegt aktiv zu werden und bei einem CSD mitzuhelfen, zu organisieren, brainstormen, Ideen entwickeln, Flyer basteln? Dann ist das jetzt deine Gelegenheit bei unser Teamsitzung mal ganz unverbindlich reinzuschnuppern. Lerne das Team hinter dem CSD Darmstadt kennen und wie wir arbeiten. Wir haben soviele unterschiedliche Aufgaben, die wir in kleinen Gruppen bearbeiten, dass auch für dich sicher etwas dabei ist.
Interesse? Dann komm einfach am 15. November oder am 13. Dezember um 19 Uhr in das Queere Zentrum Darmstadt in der Oetinger Villa und schnupper mal rein, wie erwähnt, ganz unverbindlich.

Bei Fragen: info@csd-darmstadt.de

Wir freuen uns auf dich!
Das Team des CSD-Darmstadt

Auf der Bühne: Kelly Scanda Lous

Kelly Scanda Lous gehört zu Stuttgarts vielversprechendem Drag-Nachwuchs. She’s got big lips, big hips, big everything! Die noch junge Queen begeisterte in Stuttgart bei Dragshows im LSBTTIQ Zentrum Weissenburg genauso wie am begehrten Samstagabend des CSD Stuttgart die Menge auf der großen Hauptbühne auf dem Marktplatz. Außerdem engagiert sie sich für die AIDS-Hilfen in Stuttgart und Karlsruhe und hat diese bereits bei Gala zum Welt-AIDS-Tag oder dem CSD unterstützt. Ihre Lipsync-Auftritte sind eine bunte Mischung mit musikalischen Einflüssen von Cabaret und Chanson bis hin zu Rock oder Pop. Mit ihrer Optik experimentiert sie genauso gerne und verankert sich irgendwo zwischen Glamour, Trash, Fashion und Comedy, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen.

Auf der Bühne: Vava Vilde

Vava Vilde ist Stuttgarts Alienexport Nummer 1. Als solcher performte sie bereits vor mehreren tausend Leuten auf dem Stuttgarter Wasen, begeisterte mehrfach auf der Hauptbühne des CSD Stuttgart sowie wiederholt in Zürich, Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe, Tampa, Mainz und Co und gewann unter anderem die Diva Deluxe 2015. In Stuttgart engagiert sie sich seit Jahren sozial für die AIDS-Hilfe, die Initiativgruppe Homosexualität e.V. und das LSBTTIQ Zentrum Weissenburg, in welchem sie in diesem Jahr erstmals eigene Dragshows veranstaltete.
Ihre Lipsyncauftritte sind unterhaltsam, mitreißend und voller Energie. Sie verbindet eingängige Popmusik und Tanz mit selbstironischen und gesellschaftskritischen Sprechparts und jeder Menge Ausdruck. Neben Performance glänzt sie durch sympathische Moderation und außerirdische Looks, beim CSD Stuttgart jedes Jahr beispielsweise mit selbstgerechten tragbaren Kunstwerken.

Auf unsere CSD-Bühne: Balu

Musik zum Anfassen. Aus dem Bauch direkt in die Ohren.

Balu fesselt ihr Publikum und nimmt es mit auf eine musikalische und emotionale Reise. Sie macht Musik, die langfristig Bestand hat und auch morgen und übermorgen noch gehört wird. Ziel der Gießener Musikerin ist es, ehrliche und geradlinige Musik zu machen und mit ihren Texten kleine und große Geschichten zu erzählen, die uns alle bewegen – einerseits leicht verständlich, andererseits mit dem notwendigen Tiefgang.

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